Madring: Formel-1-Rennen in Madrid

Lesedauer des Artikels: ca. 3 Minuten -

Vom 11. bis 13. September 2026 feiert die Formel 1 eine spektakuläre Rückkehr in eine europäische Hauptstadt: Madrid wird erstmals Gastgeber eines Straßenrennens sein. Der neue Kurs „Madring“ verspricht nicht nur rasante Geschwindigkeiten, sondern auch eine einzigartige Atmosphäre mitten in der Stadt.

Nach 45 Jahren kehrt der Motorsport nach Madrid zurück, allerdings nicht auf die traditionelle Jarama-Strecke, sondern auf einen innovativen Kurs rund um das Messegelände IFEMA und den Stadtteil Valdebebas. Dies markiert den Wechsel des Großen Preises von Spanien von Barcelona nach Madrid, wobei Barcelona weiterhin ein eigenes Rennen im Juni veranstaltet. Für Fans bietet sich so eine einmalige Gelegenheit, ein Formel-1-Wochenende mit Stadtbesichtigung zu verbinden, da die Strecke sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr und den Flughafen angebunden ist.

Die 5,474 Kilometer lange Strecke mit 22 Kurven wurde vom italienischen Büro Dromo gestaltet und kombiniert permanente Rennabschnitte mit etwa anderthalb Kilometern öffentlicher Straße. Besonders beeindruckend ist die Kurve „La Monumental“, eine lange, geneigte Biegung, die an eine Stierkampfarena erinnert und den Fahrern ein intensives Fahrerlebnis vor Tausenden Zuschauern bietet. Weitere Herausforderungen sind der steile Anstieg „Subida de las Cárcavas“ und eine anspruchsvolle Blindkurve, die technisches Können erfordern.

Lesetipp:  Online-Ticketverkauf für das Spiel UD Las Palmas und RCD Mallorca eröffnet
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Herbert Prange | Psychologie und Management

Die Veranstaltung umfasst neben der Formel 1 auch Läufe der Formel 2 und Formel 3 und findet an drei Tagen statt. Tickets sind nur als Dreitages-Abonnement erhältlich und waren schnell ausverkauft. Die meisten Besucher werden mit der U-Bahn oder dem Cercanías-Zug anreisen, da Parkmöglichkeiten knapp sind.

Für das spanische Publikum sorgt die Teilnahme von Fernando Alonso (Aston Martin) und Carlos Sainz (Williams) für zusätzliche Spannung. Die Formel-1-Saison 2026 wird zudem durch die Neuzugänge Cadillac und Audi bereichert.

Finanziell wird das Projekt vorwiegend privat getragen, unter anderem durch eine Investition von 400 Millionen Euro in luxuriöse Skyboxen. Allerdings flossen auch über 130 Millionen Euro öffentliche Gelder in die Umgestaltung der Umgebung, was bei Anwohnern Bedenken wegen Lärm und Verkehr hervorruft. Der Vertrag für das Rennen in Madrid gilt bis mindestens 2035, und die Stadt zeigt sich entschlossen, das Event langfristig zu etablieren.

Der „Madring“ verspricht nicht nur ein aufregendes Rennspektakel, sondern auch einen neuen Motorsport-Hotspot in Europas Herz – ein Ereignis, das Fans und Stadt gleichermaßen elektrisiert.

Quelle: Agenturen